EWE Baskets Oldenburg verpasst Europacup – Bundesligist bleibt leer aus
Die EWE Baskets Oldenburg werden in der kommenden Saison nicht am Europacup teilnehmen. Der Bundesligist hatte sich um eine Teilnahme bemüht, aber am Mittwoch verkündete der Europacup in München sein Teilnehmerfeld – ohne Oldenburg.
Die Fiba-Wettbewerbe haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Die Basketball Champions League ist weiterhin der stärkste und attraktivste Fiba-Wettbewerb. Aber auch der Europacup hat sportlich einen großen Schritt nach vorne gemacht. Gerade die Mannschaften in der Spitze des Wettbewerbs haben ein sehr hohes Niveau. Deshalb hat der Wettbewerb für uns deutlich an Bedeutung gewonnen. In diesem Jahr war eine Teilnahme leider nicht möglich. Jetzt wollen wir in der kommenden Saison die sportlichen Voraussetzungen schaffen, um wieder international spielen zu können.
In der abgelaufenen Spielzeit belegten die Baskets in der Liga nur den elften Platz. Anders als bei den Konkurrenzwettbewerben Euroleague und Eurocup, die von einer privaten Clubvereinigung organisiert werden, hängt eine Teilnahme an den Wettbewerben der Fiba zum größten Teil vom sportlichen Abschneiden ab.
Für die reguläre Saison des Europacups sind aus der Bundesliga hingegen die Gladiators Trier vertreten. Nordwest-Rivale Rasta Vechta nimmt unterdessen in der Champions League an einem Qualifikationsturnier teil. Gelingt Rasta die Qualifikation, steht das Team von Trainer Christian Held in der Gruppenphase. Sollte das Qualifikationsturnier aus Rasta-Sicht schlecht laufen, würde die Mannschaft aus dem Oldenburger Münsterland am darunter angesiedelten Europacup teilnehmen.
Das gilt auch für die Würzburg Baskets, die wie Vechta zunächst versuchen, einen Platz in der Champions League zu ergattern. Deutschland könnte also mit maximal drei Teams im Europacup vertreten sein, aber auch nur mit einer Mannschaft (Trier). Schon fest in der Gruppenphase der Champions League vertreten sind Alba Berlin, die Bamberg Baskets und die Baskets Bonn. In der privat organisierten European North Basketball League (ENBL) tritt der MBC Weißenfels an.
In der Euroleague – die Königsklasse des europäischen Vereinsbasketballs – spielt Bayern München als einziger deutscher Vertreter. Im Eurocup sind aus der Bundesliga die Niners Chemnitz, RP Ulm, die Frankfurt Skyliners und die Rostock Seawolves dabei.
Zuletzt 2023 in Europa
Seit Mittwoch ist also Fakt: zwölf von 18 Erstligisten spielen kommende Saison auf dem europäischen Parkett – und Oldenburg wird auch diesmal nicht dabei sein. Die letzte Europacup-Teilnahme war in der Saison 2023/24. Damals spielten die Baskets in der Champions League, schieden dort jedoch bereits nach der ersten Gruppenphase aus. Am Europacup haben die Oldenburger in ihrer jetzigen Form noch nicht teilgenommen. 2008/09, 2011/12 und 2012/13 traten die Baskets in der Euro-Challenge der Fiba an – dem Vorläufer des seit 2015 unter diesem Namen ausgetragenen Europacups.
Was kommt als Nächstes?
Die Baskets hoffen auf eine Teilnahme in der kommenden Saison. Sie wollen in der kommenden Saison die sportlichen Voraussetzungen schaffen, um wieder international spielen zu können. Die Mannschaft wird sich auf die kommende Saison vorbereiten und hofft auf eine bessere Platzierung in der Liga.
